So entstand Weltklasse
Vor vielen Jahren war ich am Aufbau des deutschen Leistungsgolf beteiligt und habe dabei Schlüsselmerkmale für Training, Sportstrukturen und Anlagenentwicklung definiert.
Der folgende, kleine Auszug – auf Clubebene übertragen – zeigt meine Denkweise und soll anregen.
Manchmal muss man einfach investieren, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben, aber viel häufiger sind es die kleinen, präzise abgestimmten Details, die den Unterschied machen.
ClubTraining
Technik, Taktik, Psyche und Kondition werden komplett und strukturiert abgebildet.
Die Trainer können bei einer Person Leistungsparameter ausmachen und dazu Reaktionen organisieren.
SpitzenTraining
Es gibt keine Kataloge, Leitlinien reichen.
Jemand hat das Sagen, die Leitlinien werden möglichst gerecht umgesetzt.
Im Mittelpunkt steht ein Wettspieltraining, dass über Jahre hinweg inspiriert und Bewegung unter Druck in immer anspruchsvolleren Dimensionen abfragt.
Die Spieler können völlig angstfrei woanders trainieren.
Es gibt mindestens eine Person, die die funktionelle GolfAnatomie (was passiert warum, wann und wie?) komplett durchdrungen hat.
Es gibt nichts, nichteinmal annähernd, was im Sport mehr Wirkung entfaltet, als:
die wenigen, entscheidenden Leistungsparameter zu finden und dazu instinktives Feedback zu organisieren.
Club-Struktur
Wenn die Gastronomie gut funktioniert, ist ein Club gesund.
Die Grüngeschwindigkeit und die Qualität der Driving Range Bälle sagt viel über die Sportlichkeit eines Clubs.
Ein besonders intaktes Clubleben herrscht dort, wo die erfahrenen Mitglieder mit den Neumitgliedern spielen.
Ein Golfclub wird durch die Mannschaften vom gesellschaftlichen Ereignis zum Sportverein.
Sport-Struktur
Video: 1 min
Es herrscht freudige Konkurrenz und völlige Durchlässigkeit, d.h. jederzeit können neue Spieler dazustoßen.
Spitzenclubs
Um Verletzungen zu vermeiden wird auf Bodenleinen verzichtet. Kreidelinien definieren die Abschlag-Körper der Driving Range.
Das Qualitätskriterium schlechthin ist professionelles Marshalling.
Indoor-Anlagen
Video: 1 min
Viele Indoor-Anlagen werden zu technisch ausgestattet – und verlieren genau deshalb ihren Reiz.
Eine klug gestaltete Trainingshalle wird von den Golfern langfristig genutzt.
Neben einer technischen Grundausstattung (Video vor Launch Monitor!) steht das Entdecken, der Spiel-Spaß, im Mittelpunkt.
In einem durchdachten Setting können Freizeitgolfer und Leistungsspieler nebeneinander trainieren. Sämtliche leistungsrelevanten Parameter kann man hier bespielen und verbessern.
Wie effektiv ein solches Umfeld ist, zeigt sich daran, dass hier gleichzeitig vier Trainer parallel arbeiten können.
Hier liegt ein noch nicht erkanntes Potential für wettersensible Länder.
Driving Range
Hochwertige Trainingsbälle ermöglichen realistisches Spinverhalten.
Klar definierte, attraktive Zielbereiche und im Idealfall eine Flutlichtanlage machen Lust aufs Üben.
Die Ausrichtung der T-Line beziehungsweise der Matten ist dabei exakt auf den Zielkorridor der Range abgestimmt.
Werden die Trainerkabinen etwas großzügiger dimensioniert, beheizt und sind trockenen Fußes erreichbar, dann entstehen multifunktionale Räume:
Für ganzjähriges Video-Training, systematisches Indoor-Putt- und Chip-Training, Mannschafts-Wettspiele, Athletik-Sessions, professionelles Schlägerfitting und Team Besprechungen.